Die Politische Ökonomie Des Holocaust: Zur Wirtschaftlichen Logik Von Verfolgung Und 'wiedergutmachung'

Die Politische Ökonomie Des Holocaust: Zur Wirtschaftlichen Logik Von Verfolgung Und 'wiedergutmachung'

Autor : Dieter Stiefel
Geschlecht : Bücher, Politik & Geschichte, Deutsche Geschichte,
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Die Politische Ökonomie Des Holocaust: Zur Wirtschaftlichen Logik Von Verfolgung Und 'wiedergutmachung'

Dieser Band gibt einen Überblick über die Enteignung der jüdischen Bevölkerung Österreichs nach dem Anschluss an das Deutsche Reich und die Bemühungen zur Entschädigung nach 1945. In jedem der einzelnen Beiträge wird sowohl die Enteignung als auch die "Wiedergutmachung" behandelt, so dass die Kontinuität dieser Problematik über das Kriegsende hinaus deutlich wird. So rückt erstmals der wirtschaftliche Aspekt der nationalsozialistischen Judenverfolgung in den Mittelpunkt eines Gesamtwerks, der die wirtschaftliche Logik von Verfolgung und Wiedergutmachung als Teilaspekt der Holocaust-Problematik offen legt. Natürlich kann man die Zeit zwischen 1938 und den 1950er Jahren nicht monokausal mit wirtschaftlicher Logik erklären. Der Schwerpunkt wird auch weiterhin im Bereich der Politologie und der politischen Zeitgeschichte liegen. Aber Verfolgung und Wiedergutmachung hatten auch massive wirtschaftliche Komponenten, wo die materiellen Interessen von Einzelpersonen, Gruppen, Unternehmen und Staaten konfliktreich aufeinander trafen. Internationale Experten diskutieren die politische Ökonomie der Diskriminierung, die wirtschaftliche Logik von Verfolgung und Wiedergutmachung und legen einen Teilaspekt der Geschichte des "Dritten Reiches" offen, der bisher zu wenig berücksichtigt worden ist. Ziel dieses 7. Bandes der Reihe "Querschnitte" ist es, einen allgemeinen wissenschaftlichen Überblick über die Enteignung der jüdischen Bevölkerung Österreichs nach dem Anschluss an das Deutsche Reich und die Bemühungen zur Rückstellung und Entschädigung nach 1945 zu geben. Als Besonderheit des Buches darf gelten, dass in allen Beiträgen sowohl die Enteignung als auch die "Wiedergutmachung" behandelt wird und damit die Kontinuität dieser Problematik über das Jahr 1945 hinaus im Mittelpunkt steht. Außerdem ist bisher der wirtschaftliche Aspekt der Verfolgung der Juden, der in seiner Bedeutung kaum zu überschätzen ist, noch nicht in umfassender Weise dargestellt worden. Alle AutorInnen sind bei ihrer Thematik in die wissenschaftliche Aufarbeitung vor dem Hintergrund der Holocaust Forderungen eingebunden und sie halten es für wesentlich, dass die Wissenschaft in diesem gegenwärtig stark diskutierten Bereich rasch ihre Ergebnisse präsentiert: Es ist dies das erste Mal, dass eine Zusammenschau von entsprechenden Darstellungen in einer Publikation vorliegt. Aus dem Inhalt: Dieter Stiefel, Vorwort Dieter Stiefel, The Economics of Discrimination Gerhard Botz, Arisierungen in Österreich (1938-1940) Brigitte Bailer-Galanda, Rückstellung und Entschädigung Dieter Stiefel, Die österreichischen Lebensversicherungen Gerald Feldman, Die Allianz Versicherung und die politische Ökonomie des Holocaust Dieter Ziegler, Die deutschen Großbanken im "Altreich" 1933-1939 Oliver Rathkolb, Vermögenswerte jüdischer Kunden in dem "Postsparkassenamt" Wien. Nazi-Raub 1938-1945 Florian Freund, Bertrand Perz, Zwangsarbeit in Österreich unter der NS-Herrschaft Ulrich Herbert, Zwangsarbeiter im "Dritten Reich" und das Problem der Entschädigung. Ein Überblick Jonathan Petropoulos, Kunstraub. Warum es wichtig ist, die Biographien der Kunstsachverständigen im Dritten Reich zu verstehen Hans Winkler, Die Ökonomie des Holocaust. Österreich - die völkerrechtlichen Aspekte James D. Bindenagel, Erinnerung, Verantwortung und Zukunft Die Erfüllung des Versprechens von Gerechtigkeit durch würdige Zahlungen Günter Bischof, ‚Opfer' Österreich? Zur moralischen Ökonomie des österreichischen historischen Gedächtnisses After the "Anschluss" of Austria to the Third Reich in 1938, authorities were quick to expropriate Jewish assets. This book explains the economic consequences of this policy and outlines the struggle for making reparations after the war. Special emphasis it put upon the role of big concerns like the Allianz insurance company and various banks. But the dispossession of private citizens, abductions of works of art and the treatment of forced labourers are also considered. As each essay also investigates the struggles for restitution and reparation after the war, the book is an important contribution to the current issue of reparations for forced labourers in the war years.

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